JAM: Mai 2004  
















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REPORTAGE: PALATIA mohan: 2004-04-05

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Was haben Trier, Ravenna und Istanbul gemeinsam? Sie waren einst Sitze von römischen Kaisern. Und deren Paläste wurden in der Ausstellung Palatia näher betrachtet.


Als Spätfolgen von neun Jahren Lateinunterricht hat bei mir das Interesse für die alten Römer überlebt. Daher stieß auch die Ausstellung "Palatia - Kaiserpaläste in Konstantinopel, Ravenna und Trier" im Rheinischen Landesmuseum in Trier auf mein Interesse. In ihrem Mittelpunkt stand der "Große Palast" in Konstantinopel (dem heutigen Istanbul), den Kaiser Konstantin d. Gr. in der ersten Hälfte des 4. Jh. in seiner neuen Residenz am Bosporus erbaute. Gezeigt wurden auch aktuelle Forschungen, die sich der spätantiken Herrschaftsarchitektur in Ravenna und Trier widmeten.

Was sich in der Beschreibung recht interessant anhörte, die Präsentation aktueller Forschungs- und Grabungsergebnisse aus dem Bereich der drei Kaiserpaläste, entpuppte sich beim Besuch im Museum als eher enttäuschend. Auf einer eher kleinen Fläche wurden nicht allzuviele Exponate aus Konstantinopel, Ravenna und Trier gezeigt. Die Ausstellung war zwar gut aufgebaut und erklärt, aber halt doch etwas mickrig. Ich hätte mir da mehr erwartet. Trotzdem lieferte sie anhand der anschaulich dargestellten Ergebnisse einen guten Überblick über die römischen Kaiserpaläste in Konstantinopel, Ravenna und Trier.

Da wir recht schnell mit der Ausstellung durch waren, schauten wir uns noch die Reste des Trierer Palastes und die Stadt an. Überragendster Rest des Palastes ist die frühere Palastaula Kaiser Konstantins, die heute als evangelishe Kirche genutzt wird. Sie ist das sichtbarste Zeichen der kaiserlichen Macht und heute der größte überdachte Bau nördlich der Alpen, der aus der Römerzeit erhalten blieb. Auch die beeindruckenden Reste der Kaiserthermen und der Dom gehörten einst zum kaiserlichen Palast. Letzterer hat noch heute einen römischen Kern und wurde vermutlich an Stelle der Privatgemächer Helenas, der Mutter Konstantins errichtet.

Trotz der nicht gerade großen Ausstellung hat sich der Besuch in Trier gelohnt. Die Ausstellung war schon interessant aufbereitet und verschaffte einen Einblick in das Leben am Hof des spätrömischen Kaisers. Zum Nachlesen gibt es noch den Ausstellungskatalog, der etwas umfangreicher als die Ausstellung die aktuelle Forschung dokumentiert.


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