JAM: Dezember 2003  
















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REPORTAGE: DIE E-GITARRE KUNST UND MYTHOS mohan: 2003-11-25

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Die E-Gitarre hat die Entwicklung der Musik stark beeinflusst. Doch sie ist mehr als nur ein Instrument, für einige ist sie auch Kultobjekt. Diesem Objekt widmet sich eine Ausstellung in der Wiener Kunsthalle.


Als ich mal wieder bei meinem Bruder in Wien zu Besuch war, sah ich im Fernsehen ein Hinweis auf die Ausstellung "Die E-Gitarre Kunst und Mythos". Eine Ausstellung über ein Musikinstrument? Das kam mir doch zunächst seltsam vor. Aber als Fan von Musik mit elektrisch verstärkten Gitarren war meine Neugier geweckt. Also machte ich mich auf zum Ort des Geschehens der Kunsthalle Wien.

Am Aufgang zur Ausstellung wurde ich von "Go Johnny go" von Chuck Berry gegrüßt. Bei diesem Rock'n'Roll Stück kam ich so richtig in Stimmung für die Ausstellung. Im Inneren eröffente sich vor meinen Augen eine Ansammlung von Plattencovern, Gitarrenmodellen, Bildern, Infotafeln, Videofilmen und CD-Playern mit Hörproben.

Gegliedert war die Ausstellung chronologisch, es begann mit den ersten elektrischen Gitarren aus den dreißiger Jahren über die verschiedenen Musikstile, die maßgeblich von der E-Gitarre beeinflusst wurden. Doch hier ging es nicht nur um die Musik, sie war nur ein Ausdruck der jeweiligen Jugendkultur. Vorgestellt wurden der Blues, der zum ersten Mal eine E-Gitarre einsetzte, Rock'n'Roll, Beat und die Hippie-Ära. Angerissen wurden auch moderne Entwicklungen. Zu jeder Phase konnte man verschieden typische Lieder hören.

In einigen abgetrennten Bereichen wurden spezielle Aspekte des Mythos E-Gitarre vorgestellt, u.a. Gitarristen beim Üben, aktuelle Rockmusikvideos oder der legendäre Ausnahmegitarrist Jimi Hendrix live auf der Bühne. Ein Blickfang waren auch die an der Wand hängenden Gitarren verschiedener Hersteller (sah aus wie in einem Musikgeschäft) und eine nachgestellte Bühne nach einm Konzert von Sonic Youth. Die E-Gitarre als Kultobjekt fand den Weg auf zahlreiche Plattencover, die an den Wänden aufgehängt waren.

Die Ausstellung schaffte es gut, die E-Gitarre in Szene zu setzen, nicht nur als Musikinstrument, sondern auch als Kultobjekt verschiedener Jugendkulturen. Sie gehörte einfach zur populären Musik dazu, sie war nicht nur einfach ein Instrument. Gitarristen wurden zu kulturellen Helden, die auf Konzerten gefeiert wurden. Die E-Gitarre wurde auch verwendet, um Frauen zu beeindrucken.

Zusammengefasst lässt sich sagen, der Besuch in der Ausstellung hat sich gelohnt. In einer Zeit, wo die meiste populäre Musik aus dem Computer kommt, wissen viele gar nicht mehr, dass früher ohne eine E-Gitarre gar nichts ging in der populären Musik. Für einen EInstieg in die Welt der E-Gitarre und der mit ihr erzeugten Musik ist die Ausstellung bestens geeignet.

Interesse? Die Ausstellung ist noch bis zum 7. März 2003 zu sehen. Informationen findet ihr auf der Seite der Kunsthalle Wien unter www.kunsthallewien.at


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