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REPORTAGE: DER ELFTE SEPTEMBER mohan: 2003-09-28

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Nicht nur für die Vereinigten Staaten ist der 11. September ein einschneidendes Datum in der Geschichte. Auch für Chile bedeutete dieser Tag den Beginn einer neuen Ära.


Es war am 11. September 1973, Flammen schlugen aus den Fenstern des Präsidentenpalasts La Moneda im Herzen Santiago de Chiles. Aufständige Truppen unter der Führung von Augusto Pinochet fuhren mit Panzern in der Hauptstadt auf, die Luftwaffe hat den Präsidentenpalast bombadiert. Dies war das Ende eines sozialistischen Experiments in Chile, Salavador Allende starb beim Angriff auf den Präsidentenpalast. Im Oktober 1970 war der Sozialist Allende als Präsident von Chile gewählt worden. Mit der Verstaatlichung von Großgrundbesitz und Industrie sowie sozialistischen Reformen wollte er die Wirtschaft im Land ankurbeln und allen Menschen Wohlstand bringen.

Dieses Ansinnen war natürlich von Anfang an den Vereinigten Staaten ein Dorn im Auge. Sie hatten Angst vor einem zweiten Kuba und versuchten mit allen Mitteln die Wahl Allendes zu verhindern. Als dies nicht gelang, suchten sie mit Hilfe der CIA dessen Regierung zu destabilisieren und unterstützten schließlich die Putschpläne des Militärs unter Augusto Pinochet. Diese Unterstützung durch den CIA wurde nach jahrelangem Abstreiten in Dokumenten belegt, die US-Präsident Bill Clinton freigab.

Nach dem Putsch kamen bald amerikanische Wirtschaftsexperten ins Land und wollten die Wirtschaft ankurbeln. Mit der Junta von Diktator Pinochet hatten sie keine Opposition bei ihren Plänen zu fürchten. Diese wurde brutal unterdrückt und verfolgt. Während der 17 Jahre Militärdiktatur waren Massenfolterungen an der Tagesordnung. Menschen verschwanden in Konzentrationslagern, nicht nur Sozialisten und Kommunisten, auch andere "unbequeme" Personen. Auch vor Kindern und Jugendlichen machten die Schergen des Pinochetregimes nicht Halt. Aber dafür war die "Ordnung" auf dem Kontinent Amerika wieder hergestellt, die amerikakritische Regierung Allendes war verschwunden. Die Vereinigten Staaten hatten mit Hilfe des Diktators Pinochet ihren Einfluss in Chile wieder zurück gewonnen.


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