STUFF: August 2003  
















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KOLUMNE: ARM UND REICH mohan: 2003-07-22

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Armut in einem reichen Land? Gibt es so etwas überhaupt?


Wir leben in einem reichen Land, jeder kann es sehen. Ja uns geht es eigentlich gut, wenn ich so schaue wie in den Ländern der sogenannten Dritten Welt die Menschen leben, dann könnte es mir gut gehen. Jetzt nachdem ich gesehen habe, wie die Menschen in den Slums von Mumbai oder Chennai leben oder die ziemlich einfachen Verhältnisse auf dem Land, jetzt müsste es mir eigentlich gut gehen.

Was sind schon die Sorgen, ob ich mir eine CD oder Klamotten nicht kaufen kann, weil das Geld nicht nicht oder vielleicht auf einen Urlaub am Strand verzichten muss, gegen das, was ich da gesehen habe, den Kampf ums tägliche Überleben? Lächerliche Kleinigkeiten. Und trotzdem jammern wir Deutschen ständig herum, wie schlecht es uns angeblich gehe.

Wenn ich mir das Gejammere näher anschaue, worum geht es meistens? Häufig um materielle Dinge, manchmal auch um in meinen Augen eher unwichtige Dinge. Aber in einer Gesellschaft, in der der Schein scheinbar mehr zählt als das Sein, scheinen materielle Dinge nötig zu sein, um mithalten zu können.

Doch bei all dem Lamentieren dürfen wir nicht übersehen, es gibt auch wirkliche Armut in Deutschland, Menschen, die auf der Straße leben oder am Rande des Existenzminimums. Nur wird sie gut versteckt. Im reichen Deutschland darf es Armut nicht geben, hier wird alles auf Hochglanz poliert. Die Menschen haben jung, dynamisch und erfolgreich zu sein. Menschen, die wirklich arm sind, treten kaum in Erscheinung, sie stören offenbar das Bild. Deutschland soll als Land der Reichen dastehen. Alles happy, alles easy. Der "Soundtrack" dazu sind Talentshows, in der jeder zeigen kann, was er drauf hat (oder auch nicht).

Leider ist doch nicht alles so toll und schön. Wenn wir z.B. in den Geldbeutel sehen, kommt rasch die Ernüchterung. Das Geld reicht mal wieder vorne und hinten nicht. Jetzt geht das Gejammere wieder los, aber meist eben nicht von den wirklich Armen, sondern jammern scheinen v.a. diejenigen, denen es noch recht gut geht. Sie müssen vielleicht auf etwas materielles verzichten. Vielleicht sollten sich diese Menschen mal fragen, was alles nötig ist und was nicht.


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