STUFF: September 2005  
















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GEDANKEN: NIE WIEDER ARMUT IN AFRIKA mohan: 2005-07-23

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Afrika ist in das Interesse der Weltöffentlichkeit gerutscht. Alle wollen die Armut bekämpfen. Doch sie abzubauen ist ein schwerer Weg.


Das passte alles wunderbar zusammen. Der G8 Gipfel erließ Afrika die Schulden und Bob Geldof organisierte das weltweite Live8 Festival mit vielen prominenten Bands und Musikern, um auf die Situation in Afrika aufmerksam zu machen. Alles schien gut zu werden. Allen werde es besser gehen.

Doch in diese Euphorie schoben sich die CNN Bilder aus Nigeria von hungernden Menschen. Dürre Kinder und halbtote Mütter schauten in die Kameras. Da waren sie wieder die Bilder, die 1985 Bob Geldof zu seinem Engagement für Afrika anregten. Nur kamen sie nicht aus Äthopien, sondern weiter westlich aus dem Niger. Es hat sich nichts geändert.

Nun kam diese Katastrophe aber nicht plötzlich, nein eigentlich war sie absehbar. Eine Heuschreckenplage fiel Anfang des Jahres über das Land und zerstörte ein Großteil der Ernte. Obwohl Experten darauf hinwiesen, dass ohne Nahrungsmittelhilfen aus dem Ausland eine Hungerkatastrophe ausbrechen würde, geschah nur wenig. Nur geringe Hilfsgelder und -lieferungen kamen zusammen. Es fehlten anscheinend die medienwirsamen Bilder, die es jetzt gibt. Jetzt scheinen die Brieftaschen lockerer zu sitzen. Hilfsgelder fließen jetzt in größeren Mengen.

Auch wenn hier eine Naturkatstrophe die Ursache war, sind die Probleme Afrikas teilweise hausgemacht. Die herrschenden Präsidenten und ihre Clans verhindern oft eine nachhaltige Entwicklung und Wohlstand für alle. Diese regieren meist diktatorisch und plündern schamlos ihre eigenen Länder aus, um sich persönlich zu bereichern. Auch Entwicklungshilfe kam nicht immer bei der notleidenden Bevölkerung an, sondern landete auf einem schweizer Konto des jeweiligen Präsidenten oder seiner Verwandschaft.

So lange jedoch "kleptografische" Regierungen und korrupte Staatsangestellte zu Gange sind, werden noch öfter Bilder wie jetzt aus dem Niger in unsere Wohnzimmer flimmern. Die Besiegung der Armut in Afrika ist noch ein langer und nicht immer einfacher Weg. Der Schuldenerlass ist ein richtiger Schritt, doch es muss noch viel mehr getan werden. Abhängigkeiten und weltweite Verflechtungen müssen sich ändern. Die Staaten in Afrika brauchen stabile Regierungen, die zum Wohle der Allgemeinheit herrschen. Gerade hier muss noch einiges passieren. Solange nämlich Diktatoren wie Idi Amin, Mobutu Sese Seko, Jean-Bédel Bokassa oder Robert Mugabe die Macht kommen, ist eine effektive, langfristige Entwicklung nicht richtig möglich.


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