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KOLUMNE: EIN BLICK IN DIE GLASKUGEL - VISIONEN mohan: 2002-08-30

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Was sind Visionen? Haben wir überhaupt welche oder leben wir nicht einfach nur so vor uns hin und lassen uns treiben?


Das Thema Visionen in dieser Ausgabe ist passend gewählt worden. Vor kurzem wurde nämlich die 14. Shell Jugendstudie veröffentlicht. Hier wurden wie jedes Jahr Jugendliche von 12-25 Jahren befragt. Dazu später mehr. Jetzt will ich zunächst den Visionen nachgehen. Ist so etwas überhaupt zeitgemäß in unserer schnellebigen Welt, wo rascher Erfolg zählt. Sind da Visionen, die vielleicht eher weltfremd erscheinen, da sie ihre Wirkung erst in Jahren zeigen, nicht eher was, wie ein Relikt aus vergangener Zeit?

Bevor ich weiterschreibe, was ist das überhaupt eine Vision? In Ermangelung eines Lexikon habe ich mal bei wissen.de nachgeschaut und folgende Definition gefunden: "Eine Vision ist eine im Hinblick auf die Zukunft entworfene, oft träumerische Vorstellung, z.B. die Vision einer völlig konfliktfreien Welt." Ja so etwas träumerisches scheint nicht so recht in unsere Welt zu passen und der Blick in die Zukunft scheint auch eher kurzfristig zu sein. Zumindest in der Politik scheint mir die Zukunftsplanung auf eine Wahlperiode beschränkt. Schließlich will ein Politiker wieder gewählt werden und denkt da wohl zunächst an sich. Wie sieht es nun bei den Menschen, die noch eine Zukunft vor sich haben aus, den Jugendlichen? Hier trifft es sich gut, dass vor kurzem die Ergebnisse der 14. Shellstudie veröffentlicht wurden.

Bei den meisten Jugendlichen ist wieder More Future und Leistungsbereitschaft gefragt, Aufsteigen statt Aussteigen. Sie blicken optimistisch in die Zukunft, es gibt selbstbewusste Macher und pragmatische Idealisten. Allerdings zeigt die Shellstudie auch, dass das Ganze zunächst auf die eigene Person gerichtet ist, was bringt mir das, was habe ich davon. Denn gerade Karriere stehe insbesondere bei den Mädchen an oberer Stelle. Es gibt aber auch die Gruppen der robusten Materialisten und der zögerlichen Unauffälligen, die zu Verlierern unserer Gesellschaft zu drohen werden. Ihnen fehlen Visionen für ihre Zukunft, sie sehen eher schwarz und reagieren entweder mit Aggression oder Rückzug.

Fazit, es gibt noch junge Menschen mit Visionen, allerdings sind diese eher auf die eigene Person ausgerichtet. Da geht es um Beruf oder eigene Kinder. Aber es gibt auch Jugendliche, die "an die Hand" genommen werden müssen. Hier kann es eine Vison sein, allen jungen Menschen eine Perspektive in dieser Gesellschaft zu bieten. Vielleicht entwickeln sie dann ja auch Visionen, wie es mit unserer Welt weitergehen soll. Wir können uns nicht leisten, junge Menschen "abzuhängen". Das kann sich böse rächen.

Auch die Politik hat noch viel Nachholbedarf, will sie wieder visionär werden. Bei den Jugendlichen ist sie jedenfalls nicht besonders gefragt. Allerdings, wenn ich mir so die Affären und Skandale ansehe, ist das auch kein Wunder. Dieser teilweise gelebte Egoismus ist wahrlich kein Vorbild für unsere Jugend und für Visionen schon gar nicht geeignet. Eine Vision meinerseits hier wäre, wenn Politiker weniger an den eigenen Vorteil, sprich Geldbeutel, denken würden, sondern wieder mehr an die Allgemeinheit. Dafür sind sie ja eigentlich mal gewählt worden. Ist zwar schwer zu realisieren, aber wozu sind Visionen da? Ich werde doch wohl von einer besseren Welt für alle träumen dürfen. Und genau das ist ja bei wissen.de die Definition einer Vision, eine träumerische Vorstellung von der Zukunft. In diesem Sinne, arbeiten wir an einer besseren Welt mit Chancengleichheit für alle.


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