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REPORTAGE: BROT UND SPIELE IN TRIER mohan: 2002-08-24

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Ein ganzes Wochenende vom 16. bis 18. August stand Trier ganz im Zeichen der Römer, Brot und Spiele waren angesagt. Dazu gab es ein bunt gemischtes Programm, um einen Einblick in das Leben der Römer zu verschaffen.


Trier als alte Römerstadt lies die alten Glanzeiten wieder aufleben als hier noch ein Kaiser regierte. An diese Zeiten erinnern auch noch zahlreiche beeindruckende Überreste wie Porta Nigra, Palastaula, Dom, Amphitheater sowie drei Thermen. Das Leben der Römer wurde in einer Zeltstadt in den Kaiserthermen und einer Tavernenwelt im Palastgarten wieder lebendig. Als römischen Zeitvertreib gab es römisches Theater und Gladiatorenkämpfe im Amphitheater. Ein besonderes Extra war die mystische Nacht in den unterirdischen Gängen der Kaiserthermen. Weiterhin wurden noch spezielle Führungen angeboten. Alles in allem volles Programm für diejenigen, die schon immer mal wissen wollten wie das so damals war bei den alten Römern.

Mein persönliches Programm bei Brot und Spiele fing mit einem Besuch der Gladiatorenkämpfe an. Das ganze fand ja an dem Ort statt, wo früher auch die Kämpfe stattfanden, im Amphitheater. Nur saßen früher die Zuschauer auf den Rängen, heute geht dies wegen fehlender Sitzstufen nicht mehr. Das ganze Spektakel fing mit der Begrüßung durch den Statthalter an. Er führte auch durch das weitere Programm, Geboten wurden Gladiatorenkämpfe von zwei Gruppen. Beide stellten zuerst die Gladiatorenarten und ihre Waffen vor und dann gings los. War schon beeindruckend das ganze. Als weitere Programmpunkte gab es noch ein wenig Artistik (Jongleure, teils mit Feuer).

Die zweite Spielstätte waren die Kaiserthermen. In der Palästra hatte ein Römerlager Station gemacht. Dabei waren Legionäre und Händler, die ihre Waren anboten. Für das leibliche Wohl gab es römisches Essen in der Tawerenwelt. Die Rezepte stammten vom Koch des Kaisers. Das passte ganz gut hierher, schließlich war Trier ja mal Sitz des römischen Kaisers. Und die eroberten ihr Reich mit einer starken Armee, in deren Alltagsleben es Einblicke gab. Neben dem Heerlager mit original Zelten, Ausrüstung usw. exerzierten die Soldaten. Vorgeführt wurden verschiedene Angriffsarten. Jetzt wieder etwas friedlicheres, es wurde auch noch römisches Theater gespielt, zum besseren Verständnis aber in deutsch.

Am Abend erklangen in den unterirdischen Gänge der Kaiserhermen mystische Klänge. Dazu wurden sie in farbiges Licht getaucht, das reichte von blau über rot bis hin zu gelb. Um eine richtige mytische Atmoshäre zu schaffen, wurde an einigen Stellen Trockeneis eingesetzt. Die Musik hatte lateinische Texte und in einem Raum "unterhielten" sich zwei Badegäste ebenfalls auf lateinisch. Die gesamte Licht- und Soundinstallation war sehr gelungen und schaffte eine richtige mystische Nacht. Hat mir gut gefallen, so lasse ich mir Musik aus dem Computer gefallen.

Fazit diese Besuchs in Trier. Die Aktion Brot und Spiele bot einen guten Einblick in die Welt der alten Römer. Da gibt es nicht nur alte Steine oder alte lateinische Texte, sondern eine richtig lebendige Kultur.


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