JAM: September 2002  
















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REPORTAGE: EIN BESUCH IN BRATISLAVA mohan: 2002-08-11

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Die slowakische Hauptstadt Bratislava war mal wieder mein Ziel. Was es dort so alles zu sehen gibt, darüber will ich hier einiges schreiben.


Es ist schon eigenartig, von allen größeren Städten, die weiter als 100km weg sind, habe ich die slowakische Hauptstadt Bratislava am häufigsten besucht, nämlich bereits fünfmal. Gut zweimal war während eines Austausches mit einer slowakischen Gruppe. Was ist jetzt aber so besonders an dieser Stadt, dass es mich immer wieder hin zieht? Denn die meisten werden wahrscheinlich nicht einmal wissen, dass es die Stadt überhaupt gibt, geschweige denn, wo sie liegt.

Also gut, dann einige Facts, Bratislava liegt an der Donau etwa 60km östlich von Wien und hat etwa 500.000 Einwohner. Der deutsche Name für die Stadt war Preßburg. Früher war die Stadt für viele reiche Wiener so eine Art "Wochenendstadt", wohin sie aus der hektischen Hauptstadt enflohen sind. Damit komme ich schon zu dem, was es da so alles zu sehen gibt. Die österreichische Anwesenheit macht sich vor allem in zahlreichen respräsentativen Gebäuden aus dem 17.-19. Jahrhundert bemerkbar (z.B. Nationaltheater, zahlreiche Palais, gründerzeitliche Häuser).

Auch aus dem Mittelalter ist noch einiges zu sehen, verwinkelte, enge Gassen, alte Kirchen, altes Rathaus, Reste der Stadtmauer und eine Burg. Diese ist das älteste Gebäude (erste Burg im 10. Jahrhundert). Erst später entstand unterhalb der Burg eine Siedlung aus der die Stadt Bratislava entstand. Interessant ist auch noch der Dom. In ihm wurden früher die ungarischen Könige gekrönt als Bratislava Residenzstadt von Ungarn war, da die alte Hauptstadt Ofen (Buda) von den Türken besetzt war. Die sozialistische Vergangenheit zeigt sich in zahlreichen großen Plätzen, hässlichen Zweckbauten (Universität, Parteigebäude, Plattenbausiedlungen) und Denkmälern. Achja, auf dem Ufer gegenüber der Altstadt befindet sich eine der größten Plattenbausiedlungen mit etwa 50.000 Einwohnern. Hier könnt ihr sozialistische Massenbauweise in großer Anzahl sehen.

Weg von Gebäuden, was bietet die Stadt noch? Nun in den Gassen der Altstadt gibt es zahlreiche Cafés und Restaurant, wo man gut essen und trinken kann. Und teuer ist das ganze für einen Westeuropäer auch nicht. Die Menschen sind sehr offen und freundlich. Man muss als Tourist nicht ständig Angst haben, über den Tisch gezogen zu werden und lästige Souvenirhändler machen einen auch noch nicht von der Seite an. Es ist gut, dass Bratislava noch nicht so vom Massentourismus erfasst worden ist.

Neugierig geworden? Hinfahren lohnt sich, z.B. in einer Verbindung mit einem Besuch in Wien. Von dort kommt ihr entweder mit dem Zug (billiger) oder dem Schnellboot (teurer) nach Bratislava. Ihr könnt auch das Auto nehmen, aber ihr braucht es in Bratislava eigentlich nicht. Die Altstadt ist nicht so groß. Außerdem gibt es noch öffentliche Verkehrsmittel, wenns mal aus dem Zentrum rausgehen sollte.


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