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REPORTAGE: CHRISTOPHER STREET DAY IN MANNHEIM mohan: 2002-08-08

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Der diesjährige Christopher Street Day am 4. August in Mannheim fand unter dem Motto "Gleiches Recht macht nichts schlecht" statt. Einige meiner Eindrücke von der Parade und dem anschließenden Straßenfest könnt ihr hier nachlesen.


Auch diesmal gibt es wieder was aus der Regenbogenecke. In der letzten Ausgabe war der Europride in Köln dran, dieses Mal ist es der Christopher Street Day in Mannheim. Dieser war natürlich etwas kleiner, die Parade hatte 45 Teilnehmer und es schauten etwa 90.000 Menschen zu und nahmen an dem Straßenfest teil. Aber trotzdem hat es mir gefallen, Mannheim ist ja auch nicht so groß wie Köln.

Das Motto der Parade "Gleiches Recht macht nichts schlecht" war an vielen Wagen präsent. Irgendwie erschien mir die Parade etwas politischer orientiert. Besonders in Erinnerung ist mir der Wagen von Rosadeutschland, eines Zusammenschlusses mehrerer Jugendgruppen aus der Region. Aber der Fun kam nicht zu kurz, von den meisten Wägen spielte teils recht laute Musik aus dem Computer. Teilweise wurden die Zuschauer auch mit Wasser nassgespritzt, was bei dem heißen Wetter eine durchaus angenehme Abkühlung verschaffte.

Entlang des Paradewegs waren einige Infostände aufgebaut, teils von schwul-lesbischen Vereinen, teils auch von Parteien. Einige Clubs präsentierten sich ebenfalls den Leuten. Das Fest auf dem Marktplatz war gut besucht, viele Menschen feierten zusammen. Hier gab es Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben, im Alltag ist das ja nicht unbedingt immer so. Da gibt es noch viele Vorurteile abzubauen. Einige Sätze zum Programm auf der Bühne. Es traten zahlreiche Künstlerinnen und Künstler auf, u.a. Sänger und Travestie, die bekanntesten waren sicherlich die Weather Girls. Na die Musik war nicht unbedingt so mein Ding, es gab Chartspop, Schlager und Discomäßiges. Der politische Anspruch des CSD kam im Grußwort des Schirmherrn Dr. Frank Mentrup zum Ausdruck. Themen der Rede waren Gleichstellung Gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften und Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben.

Zusammenfassend betrachtet war die zweite Auflage des CSD in Mannheim eine gelungene Sache. Wir sehen uns im nächsten Jahr. Wer bisher noch einige Sätze zu Klischees vermisst hat, hier kommen sie. Natürlich gibt es beim CSD immer Klischeeschwule, z.B. in Lederklamotten oder in Fummel. Aber den meisten Schwulen sieht man das auf ersten Blick nicht an mit dem Schwulsein. Das gilt natürlich auch für die Lesben. So genug, wer jetzt neugierig ist, im nächsten Jahr gibt es wieder ein CSD. Meine Empfehlung, einfach mal hingehen.


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