STUFF: Dezember 2004  
















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GEDANKEN: ... UND SCHULDEN MACHE ICH DANN AUCH. mohan: 2004-11-06

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Das Portemonee sitzt bei dem Konsumenten immer fester in der Tasche. Mit fragwürdigen Werbespots und -briefen versuchen Händler und Banken die Konsumlust zu wecken. Doch wo kein Geld da ist, da kann man eigentlich auch keines ausgeben.


Eine Automobilfirma macht in letzter Zeit Werbung für ihre "Rackerwochen". Bei dieser Sonderaktion gibt es für jedes Kind Rabatte. Prompt will eine Frau jetzt Kinder bekommen und den Führerschein machen. Alles nur um die Rabatte zu erhalten. Doch in diesem Fall kommt nach meinem Empfinden eher ein Minus dabei heraus. Denn Kinder und Führerschein machen kosten sicher mehr Geld als die vermeintliche Ersparnis. Man wird dazu verleitet, mehr auszugeben als man hat. Man lebt über seine Verhältnisse.So wie die Frau in der Werbung. SIe will Geld für etwas ausgeben, das sie ohne die Rabatte nie getan hätte.

Flaute auf dem Konto? Trotzdem jede Menge Wünsche? Kein Problem verspricht eine Bank. Dafür gibt es jetzt Vitamine fürs Konto. Und schon kann man sich die Wünsche erfüllen. Doch die ganze Sache hat einen Haken. Der Konsum wird hier auf Pump angeregt. Die Schulden müssen ja doch zurück gezahlt werden. Die Ebbe in der Kasse wird nur hinaus gezögert. Wenn ich kein Geld habe, dann kann ich auch keines ausgeben. Und ein Kredit kann die Leere in der Geldbörse nicht beheben. Vielmehr türmen sich neue Schulden auf, die mit Zinsen größer werden.

Ich könnte jetzt noch weitere Beispiele nennen, wie geschickte Werbestrategen die Leute dazu bringen, den Weg in die Verschuldung einzuschlagen. Kaufe jetzt, bezahle später. Angebote versprechen Sparen ohne Ende. Doch wenn ich das angepriesene Produkt nicht wirklich brauche, dann spare ich überhaupt nichts. Im Gegenteil ich gebe Geld aus, das ich vorher nicht ausgegeben hätte. Allenfalls spare ich etwas ein, vorausgesetzt, ich wollte mir den Gegenstand ohnehin kaufen. Aber mit Sparen hat dies überhaupt nichts zu tun. Doch viele Menschen lassen sich von solchen Angeboten oder den eingangs genannten Werbespots zum Kauf bewegen. Sie geben dann auch nicht vorhandenes Geld aus, machen also Schulden.

Diese Entwicklung, das Leben und Konsumieren auf Pump finde ich sehr bedenklich. Schon heute sind fünf Millionen Haushalte verschuldet, drei Millionen sogar überschuldet. Bei diesen sitzt der Kuckuck schon auf der Lohntüte, sprich das Gehalt ist gepfändet. Auch jüngere Menschen sind häufiger verschuldet, der Einstieg in die Schuldenkarriere wird immer früher. Solche möglichen Auswirkungen verschweigen aber die tollen Hochglanzwerbemaßnahmen. Stattdessen wird lieber gespart oder es gibt Vitamine fürs Konto.

Was lerne ich für mich aus den tollen Sparangeboten? Ich spare wirklich. Ich lasse die Produkte einfach im Regal stehen. So brauche ich auch keine Vitamine für mein Konto, weil es auch nicht krank ist (überzogen). Ich gebe eben nur das Geld aus, das ich auch wirklich habe. Konsum ankurbeln durch Schulden machen? Nicht mit mir. Ich brauche keine Vitamine. Und die Werbung werfe ich auch in den Mülleimer oder höre nicht hin. Fertig.


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