JAM: Oktober 2004  
















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BUCHTIPP: ANDREAS PRöVE - MEIN TRAUM VON INDIEN mohan: 2004-07-18

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Ein Reise durch Indien wie sie noch keiner zuvor unternommen hat. Andreas Pröve fuhr mit dem Rollstuhl von der Mündung bis zur Quelle des Ganges.


Indien ist so schon ein Land, das nicht immer einfach zu bereisen ist, wenn man die Pfade des Massentourismus verlässt. Aber noch schwieriger wird das Unterfangen, Indien individuell mit dem Rollstuhl zu bereisen. Genau dies hat Andreas Pröve schon öfter getan. Seit er mit 23 nach einem Motorradunfall querschnittsgelähmt ist, hat er das Land, dessen Faszination ihn magisch anzieht, mehrmals besucht. Eine dieser Touren führte ihn von der Mündung des Ganges bis hin zu seiner Quelle.

Eigentlich berichtet Andreas Pröve über zwei Verusche, zur Gangesquelle zu gelangen. Auf der ersten Fahrt wollte er auf dem Landweg nach Indien reisen. Das ist so schon nicht einfach, aber mit Rollstuhl, eher unmöglich. Doch Andreas Pröve wollte es schaffen. DIes scheitere jedoch an den iranischen Behörden. So kam er nur bis Istanbul und flog dann direkt nach Karachi in Pakistan. Dieser erste Versuch, zur Quelle des ganges zu kommen scheiterte noch Wetter. Der zweite jedoch gelang. Andreas Pröve flog nach Kolkata (fürher Calcutta) und fuhr den Ganges entlang flussaufwärts. Dabei nutzte er seinen Rollstuhl, den er mit einem Handbike aufgerüstet hatte, den Zug, einen Mietwagen und Bus.

Der Bericht ist spannend geschrieben. Der Leser fühlt sich direkt nach Indien versetzt, wenn Andreas Pröve von den Kleinigkeiten des Alltags erzählt. Er sucht immer wieder den Kontakt zu den Menschen. So trifft er auf Bauern und Fischer oder Händler. Andreas Pröve schreibt weniger über die großen Sehenswürdigkeiten als vielmehr über alltägliche Begebenheiten. So schreibt er über den Service im Hotel, das Fahren auf der Straße oder Essen als Gast in einer Familie. Da ich in Indien einiges schon selbst erlebt habe, wurden in mir beim Lesen auch eigene Erinnerungen wach.

Empfehlen kann ich das Buch allen, die sich für Indien interessieren. Es ist unterhaltend geschrieben und gibt einen sehr individuellen Einblick in das alltägliche Leben. Das besondere ist jedoch, dass das GFanze aus der Sicht eines Rollstuhlfahrers geschieht. Dies eröffnet ganz neue Einblicke. Alles in allem ein sehr empfehlenswertes Buch. Andreas Pröve schreibt nicht nur über seine Erlebnisse, er zeigt auch Dias. Sollte er in eurer Nähe einen Vortrag über seine Erlebnise halten, geht hin, es lohnt sich.


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